Markt Naturstein

Mit Naturstein gestalten und bauen Ein-Personen-Betriebe im Handwerk ebenso wie mittelständische Industrieunternehmen mit über 200 Beschäftigten.

Diesen Markt bedienen Hersteller von Steinverarbeitungstechnik, bauchemischen Produkten, Software und Bronze sowie diverse Handelsunternehmen (Steine, Grabmale, Maschinen und Werkzeug).

Klein aber fein: Mit ihren 11.000 Steinmetzen in 5.000 Handwerksbetrieben und rund 180 Firmen in der Industrie prägt die Naturwerksteinbranche in Deutschland historische und moderne Bauten, öffentliche und private Räume und das Gedenken auf Friedhöfen. Sie passt sich veränderten Strukturen an, setzt den Fokus auf Qualität und verschließt sich auch neuen Geschäftsfeldern nicht. 

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Das deutsche Steinmetzhandwerk

… verbindet Tradition und Moderne

Seit Jahrhunderten arbeiten Steinmetze und Bildhauer an sakralen Bauwerken. Allein in Deutschland sind 15 Dom- und Münsterbauhütten zum Erhalt der teils mittelalterlichen Bauwerke aktiv. Mit rund 60 Mitarbeitern unterschiedlicher Gewerke ist die Kölner Dombauhütte die größte. Die Xantener Dombauhütte zählt mit ihrem fünfköpfigen Team zu den kleinsten. Die Verantwortlichen der Bauhütten tauschen sich fachlich auf internationaler Ebene aus und sind in der Europäischen Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenbaumeister organisiert. Rekonstruktion, Restaurierung, Steinkonservierung, Sicherung und Erhaltung der Bausubstanz erfordern Erfahrung und spezialisiertes Wissen. Die Teams der Bauhütten beherrschen nicht nur das klassische traditionelle Steinmetzhandwerk. Digitale Messtechnik und Datenverarbeitung für Aufmaß und Dokumentation sind inzwischen Standard. Naturwissenschaft und Technik, Pioniergeist und Kreativität spielen bei Konservierung, Steinergänzung und Erhaltung eine entscheidende Rolle. In wohl kaum einem anderen Beruf kommen Tradition und Moderne so eng in Berührung wie bei den Steinmetzen und Steinbildhauern. Im Dezember 2020 hat die UNESCO das Bauhüttenwesen in ihr Register guter Praxisbeispiele zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit würdigt die UN-Kulturorganisation den internationalen Modellcharakter der Bauhütten, die als fest eingerichtete Werkstätten seit Jahrhunderten für den Erhalt von Großbauten sorgen und dabei traditionelles Handwerk mit neuester Technik verbinden. An der Nominierung waren 18 Bauhütten aus fünf Ländern beteiligt. Gemeinsam mit Frankreich, Norwegen, Österreich und der Schweiz hatte Deutschland die Aufnahme in das UNESCO-Register beantragt. 

… passt sich veränderten Strukturen an

Der Friedhof ist nach wie vor Tätigkeitsfeld Nummer eins der 5.000 Steinmetzbetriebe in Deutschland, von denen rund 1.200 Ein-Personen-Betriebe sind. Bei den im Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV) organisierten Betrieben, die sich an der halbjährlichen Konjunkturumfrage beteiligen, machen Herstellung und Verkauf von Grabsteinen mehr als die Hälfte des Umsatzes aus (2019: 57,2 %). Doch der Absatz wird angesichts eines enormen Wandels der Bestattungskultur schwieriger. Die Zahl anonymer Bestattungen steigt. Erdbestattungen im Sarg gehen rapide zurück. Auch in katholisch geprägten Regionen sind Urnenbestattungen inzwischen en vogue. Ein immer noch hoher Anteil an Importen von Billig-Grabmalen aus Ländern mit niedrigerem Lohnniveau, alternative Bestattungsformen, die Lockerung des Friedhofszwangs und Meldungen über Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen, machen den Friedhof für Steinmetze zu einem immer schwierigeren Arbeitsfeld. Der BIV und der Deutsche Naturwerkstein-Verband (DNV), in dem Verarbeitungsbetriebe und Steinbruchbetreiber organisiert sind, reagieren auf die veränderten Strukturen. In Broschüren und Präsentationsmappen wird der Fokus auf individuelle Beratung der Hinterbliebenen, qualitativ hochwertige und gestalterisch anspruchsvolle Grabmale gerichtet. Mit Imagekampagnen für heimische Natursteine und in Deutschland hergestellte Grabsteine setzen sich die Verbände für Nachhaltigkeit und gegen ausbeuterische Kinderarbeit ein. Sie fördern damit zugleich die Entfaltungsmöglichkeit heimischer Betriebe in Industrie und Handwerk. Der gesellschaftliche Wandel, weg von Konformität und Tradition, hin zu Individualität und Mobilität, macht sich inzwischen auch in der Grabmalgestaltung bemerkbar. Hinterbliebene wollen stärker mitgestalten als früher. Die Herkunft der Steine, moderne Formen, weltliche Zeichen und Symbole und eine der Person des Verstorbenen entsprechende Gestaltung spielen eine immer wichtigere Rolle.

... entwickelt sich stabil

Von den rund 3600 Steinmetzbetrieben, die durchschnittlich 6,5 Mitarbeiter (2019) beschäftigen, sind viele außer auf dem Friedhof noch im Bau und in der Restaurierung tätig. Der Garten- und Landschaftsbau spielt kaum eine Rolle. Die in der Konjunkturumfrage des BIV im Jahr 2019 befragten Steinmetzbetriebe erzielten 57,2 % ihres Umsatzes im Grabmalbereich, 29,5 % im Baubereich, 9,1 % in der Restaurierung, 1,8 % mit Gartengestaltung und 2,4 % mit Sonstigem. Die Umsatzverteilung hat sich bei den befragten Mitgliedern des BIV zwischen den Jahren 2011 und 2019 zu Gunsten von Bau und Restaurierung verändert. 86,6 % der Betriebe geben gestiegene oder unveränderte Umsätze an. Gesunkene Umsätze geben 13,4 % der Betriebe an, wobei ostdeutsche Betriebe einen Umsatzrückgang um nur 8,4 % meldeten.

Die Stimmungslage war vor Beginn der Corona-Pandemie mehrheitlich optimistisch. Die meisten Befragten (2019: 86,5 %) erwarteten eine bessere oder gleichbleibende Geschäftsentwicklung. Das Baugewerbe arbeitete an der Kapazitätsgrenze, wovon auch das Steinmetzhandwerk durch höhere Auftragseingänge profitierte. Nur 13,5 % der Befragten rechneten mit einer nachlassenden Geschäftstätigkeit. 

Der durchschnittliche Auftragsbestand hat sich erhöht. Der Bereich „Grabmal“ verzeichnet 2019 mit 32,7 % die größte Steigerung. Kurz dahinter folgt der Baubereich mit 31,8 %. Aber auch im Bereich „Restaurierung“ ist eine Steigerung um 20,4 % zu verzeichnen. Betriebe mit bis zu vier Beschäftigten berichten bei der Konjunkturumfrage 2019 von einem Auftragsbestand von 6,5 Wochen. Betriebe mit fünf bis neun Beschäftigten geben einen Auftragsbestand von 9,3 Wochen an. Der Auftragsbestand von 10,4 Wochen liegt bei Betrieben mit mehr als neun Mitarbeitern weit über dem Bundesdurchschnitt.

Der Mitarbeiterstand in den Steinmetzbetrieben liegt laut Konjunkturumfrage 2019 bei durchschnittlich 6,5 Mitarbeitern und ist damit im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken. 11,6 % der Betriebe haben zusätzliche Stellen geschaffen. 11,6 % haben ihren Personalbestand verringert. Rund 17,9 % der Betriebe planen Neueinstellungen. 9,5 % der Betriebe wollen Stellen abbauen. 

Die Investitionsabsichten haben laut Konjunkturumfrage 2019 etwas nachgelassen. Trotzdem planen die Betriebe aufgrund der guten Konjunktur im Handwerk, die sich auch seit Beginn der Corona-Pandemie fortsetzt, Investitionen in neue Anlagen, Maschinen und Geräte, um ihre Kapazitäten zu erweitern. Insbesondere Betriebe mit 5 bis 9 Beschäftigten wollen in zusätzliche Maschinen und Geräte investieren, um die hohen Auftragsbestände abarbeiten zu können.

Viele Betriebe öffnen sich der Digitalisierung und nutzen das Internet zur Informationsgewinnung. Weiterhin sichert sich das Steinmetzhandwerk seinen Markt durch zuverlässige Tarifverträge. 

Im Spätsommer 2013 wurde ein eigener Mindestlohn für Steinmetze und Steinbildhauer eingeführt. Seitdem ist der Mindestlohn immer wieder gestiegen. Im Mai 2018 folgte die nächste Stufe. Steinmetze und Steinbildhauer in Ostdeutschland erhalten seitdem den gleichen Mindestlohn von 11,40 Euro pro Stunde wie die Kollegen in Westdeutschland. 

… sucht Lehrlinge

Auch das Steinmetzhandwerk kämpft mit rückläufigen Lehrlingszahlen. Die dreijährige Ausbildung zum Steinmetz- und Steinbildhauer erfolgt im dualen System. Berufsschulen und Meisterschulen gibt es für Steinmetze und Steinbildhauer an mehreren Standorten. Zur praktischen Ergänzung der Ausbildung innerhalb des Betriebes, werden die Lehrlinge überbetrieblich in Ausbildungszentren in Königslutter, Ingolstadt und Wunsiedel unterwiesen. 

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Die deutsche Naturwerksteinindustrie

… gewinnt mit erstklassiger Qualität

Zur Naturwerksteinindustrie gehören rund 180 Betriebe mit einem jährlichen Geschäftsvolumen von rund 1,7 Milliarden Euro, die Naturwerkstein in Steinbrüchen in Blöcken oder Platten gewinnen und zu Produkten für Bau, Friedhof und Gestaltung verarbeiten. Nicht dazu zählen Kies- und Schotterwerke. Um gegen Billigmärkte in Asien zu bestehen, konzentriert sich die deutsche Naturwerksteinindustrie auf erstklassige Qualität und Kundenzufriedenheit. Ein wachsendes ökologisches Bewusstsein und die steigende Bedeutung von Nachhaltigkeit fördern den Trend zu heimischen und europäischen Produkten. Eine vom DNV in Auftrag gegebene Nachhaltigkeitsstudie beweist, dass Natursteinfassaden deutliche energetische Vorteile gegenüber Glasfassaden haben. Natursteinfassaden benötigen demnach in der Herstellung und Nutzung wesentlich weniger Energie als Glaselemente. Auch was die Umweltbelastungen und die Herstellungskosten betrifft, schneiden Natursteinfassaden erheblich besser ab.

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… verbucht steigende Produktions- und Verbrauchszahlen

In Deutschland wird Naturwerkstein in mehr als 200 Steinbrüchen gewonnen, überwiegend Sandstein, Kalkstein, Granit und Basalt. Die Produktion von Rohmaterial lag in Deutschland von 2003 bis 2017 zwischen 700000 t und 750000 t, bis auf das Jahr 2005, als 850000 t gewonnen wurden. 2016 und 2017 wurden jeweils 750000 t gewonnen. Die Produktion von Fertigware lag in Deutschland von 2003 bis 2017 zwischen 230000 t (2009) und 534000 t (2003). Mit 513000 t im Jahr 2017 hat sich die Produktion dem Höchstwert von 2003 wieder angenähert, nachdem sie im Jahr davor bei 497000 t lag. Damit hat sich die Produktion von Fertigware seit 2009 mehr als verdoppelt.  

Der Natursteinverbrauch lag in Deutschland von 2003 bis 2017 zwischen 1,5 Mio. t (2010) und 2,4 Mio. t (2003). 2015 und 2016 wurden jeweils 1,8 Mio. t verbraucht. 2017 stieg der Verbrauch auf knapp 1,9 Mio. t.  

Der Import von Rohmaterial nach Deutschland lag von 2006 bis 2017 zwischen 225000 t (2012) und 427000 t (2016). 2017 wurden 407000 t Rohmaterial eingeführt.  Der Import von Fertigware lag von 2003 bis 2017 zwischen 2,174 Mio. t (2007) und 1,516 Mio. t (2010). 2017 lagen die Einfuhren von Rohmaterial bei 1,589 Mio. t. 

Der Export von Rohmaterial von Deutschland lag von 2006 bis 2017 zwischen 482000 t (2008) und 231000 t (2014). 2017 wurden 289000 t ausgeführt. Der Export von Fertigwaren verzeichnete 2017 mit 210000 t den niedrigsten Wert seit 2006. Am meisten Fertigwaren exportierte die deutsche Naturwerksteinwirtschaft im Jahr 2008 mit 373000 t. 

… bildet Naturwerksteinmechaniker aus

Zu den Beschäftigten in der Naturwerksteinindustrie gehören neben Steinmetzen und Steinbildhauern auch Naturwerksteinmechaniker. Die Ausbildung in den Fachrichtungen Maschinenbearbeitungstechnik, Schleiftechnik und Steinmetztechnik dauert drei Jahre. Im dualen System erfolgt die Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und in Berufsschulen in Mayen (Rheinland-Pfalz) oder Eichstätt (Bayern). Derzeit sind dort in je drei Lehrjahren rund 180 Naturwerksteinmechaniker in Ausbildung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich zum/r Industriemeister/in Naturwerkstein fortzubilden, mit einer Abschlussprüfung bei der IHK Nürnberg. Seit September 2014 wird außerdem das erste Verbundstudium Bauingenieurwesen (Bachelor) mit der Ausbildung zum/r Naturwerksteinmechaniker/in (IHK) angeboten. Den Betrieben der Naturwerksteinindustrie bietet dieses Duale Studium eine Chance, qualifizierte Auszubildende zu erhalten. 

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Der globale Natursteinmarkt

… mit China als führender Blockproduzent

Auch global gesehen wächst die Natursteinwirtschaft. Produktion und Handelsvolumen nehmen zu. Die Gewinnung von Rohmaterial lag weltweit von 2008 bis 2017 zwischen 104,5 Mio. t (2009) und 152 Mio. t 2017, dem bisherigen Höchststand.  

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… hat China als Marktführer

Die weltweite Gewinnung von Rohblöcken stieg in den vergangenen zehn Jahren stetig von 111,5 Mio. t (2010) auf 154,5 Mio. t (2019). Unangefochtener Marktführer ist China mit 50 Mio. t Naturstein im Jahr 2019. Das entspricht einem Weltmarktanteil von 32,4 %. Platz zwei belegt Indien, mit einer deutlich geringeren Abbaumenge von 26,5 Mio. t (17,2 %). Drittgrößter Rohblocklieferant ist die Türkei mit 11,75 Mio. t (7,6 %), gefolgt von Iran, Brasilien, Italien, Spanien, Ägypten, Portugal und den USA. 

Der weltweite Natursteinverbrauch lag 2019 bei 1,685 Mrd. m² mit einer Stärke von 2 cm. Im Jahr 2016 betrug er noch 1,58 Mrd. m². Drei Viertel aller Naturwerksteine wurden 2019 im Baubereich eingesetzt. Auf den Grabmalsektor entfielen 17,5 %. Aus dem Rest entstanden Galabau-Produkte und andere Erzeugnisse. Nahezu ein Drittel aller Natursteine fanden in China Verwendung. 2019 wurden dort 520,2 Mio. m² verbaut. 2017 waren es noch 490 Mio. m². Dahinter folgen mit großem Abstand Indien, die USA, Brasilien und Südkorea. Deutschland rangiert mit 34,6 Mio. m² an siebter Stelle. Den höchsten Prokopfverbrauch an Naturstein erzielt die Schweiz vor Saudi-Arabien.

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… und Indien als Exportweltmeister

Das globale Handelsvolumen war vor Beginn der Corona-Pandemie rückläufig. 2019 lag es bei etwas über 56 Mio. t. Das entspricht 814 Mio. m² in einer Materialstärke von 2 cm. 2017 hatte es noch knapp 58 Mio. t betragen. Indien war 2019 mit knapp 13 Mio. t und einem Weltmarktanteil von 23,1 % zum dritten Mal in Folge Exportweltmeister. Exportschlager ist (Granit-) Rohware. In China waren die Exporte mit 9,65 Mio. t im fünften Jahr in Folge rückläufig. Ein großer Teil der Natursteinproduktion wird im Inland benötigt. Außerdem setzt China im Außenhandel inzwischen mehr auf hochpreisigen verarbeiteten Naturstein. Drittgrößter Exporteur war die Türkei (7,25 Mio. t), vor Italien (2,5 Mio. t), Portugal (2,2 Mio. t), Brasilien (2,08 Mio.t) und Spanien (1,86 Mio. t).

Die Preisunterschiede sind nach wie vor enorm: Während 2019 verarbeiteter Naturstein aus Italien 75 $ pro Quadratmeter kostete, bezahlte man für das chinesische Pendant 32,24 $. Material aus Mexiko war 2019 zum Schnäppchenpreis von 10,50 $ zu haben. 

… mit Technik aus Italien und China

Führender Anbieter bei Anlagen und Maschinen für die Gewinnung und Verarbeitung von Naturwerkstein, ist nach wie vor Italien. Es exportierte 2019 Maschinen und Werkzeuge im Wert von 862,2 $ und entspricht einem Weltmarktanteil von 37,4 %. Das zweitplatzierte China exportierte Maschinen und Anlagen im Wert von 515 Mio. $. Deutschland liegt mit 236 Mio. $ auf Platz 5 der Exportrangliste. (Quelle: Dr. Carlo Montani: „Marble and Stones in the World“ 2020)

Neue Materialien

… erweitern den Natursteinmarkt

Seit über 20 Jahren gehören auch Verbundmaterialien zur Natursteinbranche. Das sind Materialmixe, die Quarz, Harz, Marmor, Edelsteinkomponenten, Glas oder Recyclingstoffe enthalten. Inzwischen gibt es zahlreiche Anbieter solcher Komposite, die vor allem als Küchenarbeitsplatten Anwendung finden. Für zusätzliche Anwendungsbereiche wie Böden oder Fassaden wurden neue Materialvariationen entwickelt. Das Angebot an Farbtönen, Oberflächen und Strukturen ist größer geworden. Auch mit Werkstoffen wie Großkeramik buhlen die Hersteller um die Gunst der Natursteinkunden. Ob diese Verbundmaterialien und Keramiken eine Konkurrenz für die Verwendung von Naturwerkstein darstellen, wird immer wieder diskutiert. Laut dem Report „Marble and Stones in the World“ von Dr. Carlo Montani wurde 2019 mit Naturstein und Verbundmaterialien weltweit ein Umsatz von 31 Mrd. $ erzielt. Der Anteil der Komposite betrug 35 %. 2010 lag er noch bei 21,5 %. Steinmetze und Natursteinbetriebe, die sich auf den Baubereich spezialisiert haben, erweitern mit Verbundmaterialien und Keramiken ihre Angebotspalette und erhöhen damit die Chancen, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Jedenfalls verfügen sie über die passenden Werkzeuge und Maschinen sowie über das nötige Know-how für die Bearbeitung der künstlich hergestellten, jedoch „steinharten“ Materialien. Größter Exporteur von Verbundmaterialien ist China, gefolgt von Deutschland und Spanien.

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Verbände

Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV) in Frankfurt am Main
www.biv-steinmetz.de 

Der BIV ist unterteilt in regionale Landesinnungen mit unterschiedlich vielen lokalen Innungen. Rund 2.000 deutsche Steinmetzbetriebe in Deutschland sind Mitglied im BIV, der ihre Interessen gegenüber Politik, Parlament, Öffentlichkeit und relevanten Behörden und Institutionen auf nationaler und europäischer Ebene vertritt. Bundesinnungsmeister ist Gustav Treulieb.

Deutscher Naturwerkstein-Verband e.V. (DNV) in Würzburg
www.natursteinverband.de 

Der DNV zählt rund 130 Mitgliedsfirmen und 50 Fördermitglieder (Zuliefererbetriebe). Ein Schwerpunkt der Verbandsarbeit liegt in der Erarbeitung bautechnischer Regeln für die Anwendung von Naturwerksteinen im Baubereich. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung der deutschen Grabmalindustrie. Präsident ist Joachim Grüter. 

Zentralverband der Deutschen Naturwerkstein-Wirtschaft e.V. (ZDNW) in Frankfurt am Main www.biv-steinmetz.de

Der ZDNW ist die gemeinsame Dachorganisation von BIV und DNV. Ziel ist die gemeinsame langfristige Förderung des Naturwerksteins.

Euroroc in Wiesbaden
www.euroroc.net 

Euroroc ist ein Zusammenschluss europäischer Natursteinverbände zum gegenseitigen Austausch und zur Förderung des Naturwerksteins auf internationaler Ebene.

AFD Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. in Kassel
www.friedhof-und-denkmal.de 

Die seit 1951 bestehende Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. (AFD) verfolgt das Ziel, die Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum über den angemessenen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer zu informieren, und sie tut dies auf der Basis der wissenschaftlichen Erforschung von Vergangenheit und Gegenwart. Zu diesem Zweck unterhält die AFD das Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur in Kassel.

Verband für Gedenkkultur (VfG) e.V. in Unna
www.gedenkkultur.de 

Der Verband für Gedenkkultur e.V. (VfG), bis Februar 2016 "Verband deutscher Natursteinverarbeiter (VDNV)", entstand 2014 aus der Interessengemeinschaft Asiatische, Afrikanische und Lateinamerikanische Natursteine e.V. (IGN). Unter dem Motto "Menschen würdigen, Friedhöfe fördern" will der VfG laut eigenen Angaben "positive Leitgedanken über Leitmedien in der breiten Öffentlichkeit zu verankern, um auf diesem Weg Gesellschaft und Medien für die Bedeutung des Friedhofs und des Grabmals zu sensibilisieren." Zu den aktuell (Februar 2016) rund 160 Mitgliedern zählen ca. 100 Steinmetzbetiebe, zwei Innungen und rund 50 mittelständische Händler/Produzenten, Bronzehersteller und Natursteintransportunternehmen aus dem In- und Ausland.

Dombaumeister e.V. in Köln
www.dombaumeisterev.de 

Dombaumeister e.V. ist die europäische Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenbaumeister. Größtes Anliegen der Vereinigung ist der fachliche Austausch zur Lösung von aktuellen baulichen und restauratorischen Problemen.

Sachverständigenkreis euroFEN in Raesfeld
www.euro-fen.de 

Der euroFEN bietet allen Sachverständigen der Gewerke Fliesen, Estrich und Naturstein eine Plattform. Durch regelmäßige Seminare und Tagungen können sich Experten weiterbilden und untereinander austauschen.

Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden (BBS) in Berlin
www.baustoffindustrie.de/cms/website.php

Der Bundesverbands Baustoffe - Steine und Erden (BBS) ist der Dachverband der Baustoff-, Steine- und Erden-Industrie und damit die gemeinsame wirtschafts- und industriepolitische Interessensvertretung von 16 Einzelbranchen und rund 4.000 Unternehmen. Euroroc in Wiesbaden www.euroroc.netEuroroc ist ein Zusammenschluss europäischer Natursteinverbände zum gegenseitigen Austausch und zur Förderung des Naturwerksteins auf internationaler Ebene.

Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister (VSBS) in Belp bei Bern
www.vsbs.ch

Der Verband Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister (VSBS) ist der Berufsverband des Bildhauer- und Steinmetzgewerbes in der Schweiz. Er zählt gegenwärtig 130 Aktiv- und Freimitglieder. Insgesamt gibt es in der Schweiz ca. 200 bis 300 Steinmetzbetriebe.

Naturstein-Verband Schweiz (NVS) in Bern
www.nvs.ch 

Im Naturstein-Verband Schweiz sind nicht nur Natursteinwerke Mitglied, sondern auch Betriebe der Natursteingewinnung, des Natursteinhandels, Verleger-, Versetzer-, Unterhalts- und Instandsetzungsfirmen sowie Natursteinexperten und Fachplaner. Aktuell vertritt der NVS rund 70 Natursteinfachbetriebe.

Bundesinnung der Bauhilfsgewerbe/Berufsgruppe der Steinmetze in Wien
www.wko.at/steinmetzmeister.de 

Die Bundesinnung der Bauhilfsgewerbe/Berufsgruppe der Steinmetze bei der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Vertretung der österreichischen Steinmetzmeister. Alle rund 731 Steinmetzbetriebe sind Zwangsmitglieder in der WKÖ.

Messen

Stone+tec in Nürnberg
www.stone-tec.com

Als „Internationale Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung“ überzeugt die Stone+tec mit einem klaren Fokus auf die Natursteinbranche in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den Nachbarländern sowie einem umfangreichen Angebot in den Bereichen Naturstein, Technik und Grabmal. Die Messe ist DAS Fachforum für deutschsprachige Steinmetze und alle Fachleute, die sich mit Naturwerkstein befassen. Über die Jahre hat die ehemals sehr international aufgestellte Messe stark an Ausstellern und Besuchern verloren. 2015 stellten 446 Firmen aus; die Veranstalter zählten 15.000 Besucher. Die nächste Ausgabe der Stone+tec findet 2018 statt; die zweijährig stattfindende Messe wechselt in gerade Jahre. Das haben die ideellen Träger der Messe BIV (Bundesverband deutscher Steinmetze) und DNV (Deutscher Naturwerkstein-Verband), der Fachbeirat der Stone+tec sowie der Veranstalter NürnbergMesse GmbH gemeinsam beschlossen. Die nächste Stone+tec öffnet vom 13. bis 16. Juni 2018 die Tore. Die Stone+tec 2018 ist die 20. Veranstaltung seit 1979 (damals „Deutsche Natursteintage“).

Marmomacc in Verona/Italien
www.marmomacc.com

Die internationale Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung in Verona, Italien, fand 2015 zum 50. Mal statt. Mit über 1.500 Ausstellern, davon über 900 nicht aus Italien) und 67.000 Besuchern, davon 57% aus dem Ausland, ist sie die größte europäische Naturwerksteinmesse und sehr international. Die Veranstalter sorgen stets für ein reichhaltiges Rahmenprogramm, insbesondere auch für Architekten. Auf der Marmomacc sieht man immer hervorragendes Natursteindesign. Termin 2016: 28. September bis 1. Oktober.

Carrara Marmotec in Carrara/Italien
www.carraramarmotec.com

Diese Messe findet jedes Jahr in Marina di Carrara, Italien, statt, 2016 zum 33. Mal vom 18. bis 22. Mai und unter neuer Führung. Besonders ist der Messeplatz unterhalb der berühmten Steinbrüche von Carrara und nahe beim Hafen, der früher ein zentraler Umschlagplatz für Steine aus aller Welt war. Die Messe hat über die Jahre stark an Besuchern verloren. Für Käufer aus Asien und den USA blieb sie zusammen mit den umliegenden Firmen immer interessant. Regionalpolitisch wird die Veranstaltung stark unterstützt. Jetzt gibt das neue Messeteam Gas. Man will Akzente setzen in Sachen Fortbildung und Nachhaltigkeit.

Marble in Izmir/Türkei
www.marble.izfas.com.tr

Auf einem neuen Veranstaltungsgelände fand die internationale Natursteinmesse Marble 2016 zum 22. Mal statt. Über 1.100 Unternehmen stellten aus, davon 193 aus dem Ausland. Marble gehört zu den weltweit größten Natursteinmessen. Sie stellt eine Handelsbrücke zwischen den Ländern in Europa und dem Nahen Osten dar. Zu ihren Zielen gehört es, den Anbietern türkischer Natursteine neue Exportmärkte zu erschließen. Dafür betreibt die Messegesellschaft Izfas Marketing in der ganzen Welt. Nächster Termin: 22. bis 25. März 2017

Xiamen International Stone Fair in Xiamen/China
www.stonefair.org

Die Messe Xiamen Stone Fair hat sich zur weltgrößten Natursteinmesse entwickelt. 2016 präsentierten sich dort mehr als 2.000 Firmen, davon 70% aus China und der Rest aus 56 anderen Ländern (auch ein Dutzend aus Deutschland und eine knappe Handvoll aus der Schweiz). Die Veranstalter haben über 148.000 Messeeintritte, davon über 28.000 aus dem Ausland gezählt. Die Messe spielt für den internationalen Naturwerksteinmarkt eine zunehmend wichtigere Rolle, speziell für Länder wie Indien, Japan, Indonesien, Australien/Neuseeland, USA und Afrika. 2015 war der chinesische Markt allerdings etwas rückläufig.

Weitere Messen finden Sie hier.

Deutschsprachige Magazine

Naturstein
www.natursteinonline.de
Deutschlands führende Zeitschrift für die Natursteinwirtschaft (laut IVW II/2015, verkaufte Auflage: 3.239

Stein
www.stein-magazin.de
Fachzeitschrift für die Natursteinbranche, herausgegeben vom Callwey Verlag, München

Kunst & Stein (Schweiz)
www.vsbs.ch/index.php/kunst-und-stein
Fachzeitschrift des Verbands Schweizer Bildhauer- und Steinmetzmeister (VSBS)

Der Steinmetz (Österreich)
www.steinzentrum.org/images/Steinmetz_0210_2.pdf
Zeitschrift der österreichischen Steinmetzmeister, herausgegeben vom Steinzentrum Hallein

Fliesen & Platten
www.fliesenundplatten.de/fachmedien/158/952
Fachzeitschrift für das Fliesengewerbe

Friedhofskultur
www.friedhofskultur.de
Fachzeitschrift für das gesamte Friedhofswesen, herausgegeben vom Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands (VFD)

Bestattungskultur
Magazin des Bundesverbands Deutscher Bestatter e.V. (BDB), herausgegeben von der Fachverlag des deutschen Bestattungsgewerbes GmbH

Taspo
www.taspo.de
Älteste und auflagenstärkste Wochenzeitung für den gesamten „grünen Markt“, herausgegeben von der Haymarket Media GmbH & Co. KG

Deutschsprachige Portale

www.natursteinonline.de
DAS Forum für die Natursteinbranche: Deutschlands führendes Fachportal, von 9/2014 bis 8/2015 im Durchschnitt 11.613 Besuche (visits) und 39.781 Seitenaufrufe (page views) monatlich (laut Google Analytics); mit Natursteindatenbank, Adressverzeichnis, Einkaufsführer, News, Terminkalender, Fotoreportagen, Wörterbuch und einem Webshop

www.natursteinunikat.de
Gemeinschaftsportal vom Bundesverband Deutscher Steinmetze (BIV), Deutschen Naturwerkstein Verband e.V. (DNV), Zentralverband der deutschen Naturwerksteinwirtschaft (ZDNW) und Verband der Europäischen Naturwerksteinwirtschaft (EUROROC); unter dem Motto "Naturstein - Jedes Stück ein Unikat" wirbt die Branche für die Verwendung von Naturstein in privaten Haushalten, in Gewerbe- und Kommunalbauten und nicht zuletzt auch als ehrendes Andenken auf Friedhöfen.

www.steinmetz-weiterbildung.de
bundesweites Fort- und Weiterbildungsprogramm des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks, herausgegeben vom Berufsbildungswerk des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks e.V. (bbw)

www.stone-ideas.com
Internationale Nachrichten aus den Bereichen Architektur, Kunst und Design mit Naturstein

www.fokus-naturstein.de
Informationen und Anwendungsbeispiele rund ums Bauen, Einrichten, Wohnen und Architektur mit Naturstein inklusive Firmensuche

www.steininfo.de
Informationsdienst Naturstein: unabhängiges Dienstleistungsunternehmen für die gesamte Natursteinbranche; Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Einführung neuer Produkte und Sortimente, Image-Entwicklung, Gestaltung von Produktunterlagen, Internetpräsenz und Verkaufsförderung, Mitarbeiter- und Kundenschulungen

www.naturstein-datenbank.de
Natursteindatenbank der Abraxas Stone Experts GmbH

www.graniteland.de
Naturstein-Suchmaschine für Granit und Marmor

www.aeternitas.de
Aeternitas e.V., die gemeinnützige, bundesweit tätige Verbraucherinitiative Bestattungskultur, informiert und berät in allen organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten rund um den Trauerfall; der Verein hat über 50.000 Mitglieder

www.jenseite.de
Online-Journal über Leben und Tod; ein journalistisches Experiment, das Angst nehmen und Mut machen will, das Leben zu lieben, gerade weil es endet

www.pronaturstein.ch
ProNaturstein: Arbeitsgemeinschaft aus Schweizer Verbänden der steinverarbeitenden Branche mit dem Ziel, das allgemeine Interesses am Naturstein und dessen Verwendung in allen Formen und Bereichen zu fördern

www.pronaturstein.at
Pronaturstein: Portal der Vereinigung Österreichischer Natursteinwerke (VÖN) - ein Zusammenschluss österreichischer Natursteinwerke mit dem Ziel, Naturstein in Architektur, Bauwesen und Einrichtungsbereich neu zu positionieren

www.steinzentrum.org
Website des Steinzentrums Hallein; es steht den österreichischen Innungen bei der Erbringung von Dienstleistungen für Mitglieder und der Natursteinbranche als verlängerter Arm zur Verfügung und bietet Weiterbildungen für die Betriebe und deren Mitarbeiter an

Xing

NATURSTEINForum

Die XING-Gruppe "NATURSTEINForum - Informationen über Naturstein - im Haus und Garten, auf Plätzen und Promenaden, für Brunnen und weiteres" wurde 2005 von Stefan Wolf, Mitgleid der Geschäftsleitung des Natursteinwerks Rechtglaub-Wolf in Lübeck, gegründet. Heute zählt sie über 1200 Mitglieder. Co-Moderatoren sind Naturstein-Chefredakteurin Bärbel Holländer, Naturstein-Redakteurin Susanne Storath und Reiner Krug, Geschäftsführer des Deutschen Naturwerkstein-Verbands (DNV). Das Forum lebt vom Austausch unter den Mitgliedern. Die Redaktion Naturstein veröffentlicht in der Rubrik "Fachzeitschrift Naturstein – aktuell" News von www.natursteinonline.de.

https://www.xing.com/communities/groups/natursteinforum-informationen-ueber-naturstein-im-haus-und-garten-auf-plaetzen-und-promenaden-fuer-brunnen-1001715